01/26: Exkursion zur Gedenkstätte Sachsenhausen – Projekt „Gegen das Vergessen“

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte der Geschichts-Profilkurs des 11. Jahrgangs die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen. Ziel der Exkursion war es, sich intensiv mit der Geschichte des Konzentrationslagers auseinanderzusetzen und die Bedeutung von Erinnerungskultur zu verstehen. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend im Projekt „Gegen das Vergessen“ verarbeitet. Während des Besuchs arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit einer selbst erarbeiteten Führung. In Kleingruppen erkundeten sie zunächst das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers, um erste Eindrücke zu sammeln. In einer zweiten Phase wurden gezielt Notizen gemacht und Informationen zu den einzelnen Stationen festgehalten. Diese Methode ermöglichte es, sich zuerst auf die Wirkung des Ortes zu konzentrieren und die Inhalte anschließend strukturiert zu erfassen. Besichtigt wurden unter anderem der Appellplatz, ehemalige Häftlingsbaracken sowie die Station Z. Besonders dieser Bereich verdeutlichte die grausamen Verbrechen, die im Konzentrationslager Sachsenhausen begangen wurden. Die Orte machten sichtbar, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Häftlinge leben und sterben mussten. Der Besuch der Gedenkstätte hatte eine starke Wirkung auf die Teilnehmenden. Viele beschrieben die Erfahrung als eindrucksvoll und erschütternd. Die Konfrontation mit dem historischen Ort zeigte deutlich, dass es sich nicht nur um abstrakte Geschichte handelt, sondern um reales Leid, das Millionen von Menschen erfahren mussten. Aus den gesammelten Eindrücken entstand eine Ausstellung mit dem Titel „Gegen das Vergessen“. In dieser Ausstellung setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Bereichen des Konzentrationslagers sowie mit der Bedeutung des Erinnerns auseinander. Die Ausstellung wird am 27.01., dem internationalen Holocaust-Gedenktag, in der fünften und sechsten Stunde in der Mediothek eröffnet und ist dort bis Ende Februar zu sehen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzentrationslagers Sachsenhausen zeigt, wie wichtig es ist, solche Gedenkstätten zu erhalten und zu besuchen. Sie erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus und mahnen dazu, Verantwortung zu übernehmen. Erinnerung ist ein zentraler Bestandteil historischer Bildung und ein wichtiger Beitrag, um Ausgrenzung, Hass und Gewalt in der heutigen Gesellschaft entgegenzuwirken.”

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